Ausbau der Photovoltaik in Deutschland

Energiewende

Der Ausbau von Solaranlagen bekam in Deutschland den ersten nennenswerten Anschub durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) im Jahr 2004. In den darauffolgenden fünf Jahren konnte ein Zubau von 8,8 Gigawatt (GW) verzeichnet werden, so dass die Gesamtleistung auf fast 10 GW anstieg. Ein Wert, der sich in den beiden darauffolgenden Jahren mehr als verdoppelte, was sich nicht zuletzt mit der damals noch großzügigen Photovoltaik Förderung begründen lässt. Ab dem Jahr 2013 verläuft die Kurve jedoch deutlich flacher und erst im Jahr 2016 wurde die Gesamtleistung von 40 GW geknackt.

1,28 GW Zubau im ersten Quartal - Solarausbau in Deutschland geht voran

Die Nachfrage nach Solartechnik ist im 1. Quartal 2019 sprunghaft angestiegen. Die Bundesnetzagentur registrierte einen Zubau an Photovoltaik-Anlagen von 1,28 GW. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Verdreifachung. Diese Entwicklung ist vor allem auf weiter sinkende Preise für Photovoltaik-Anlagen und ein wachsendes Umweltbewusstsein zurückzuführen.

Neuer Schwung zur Erreichung der Klimaziele

Durch die erfreuliche Entwicklung ist auch in diesem Jahr das Klimaziel der Bundesregierung von jährlich 2,5 GW Photovoltaik-Zubau erreichbar. Im Jahr 2018 lag die Gesamtleistung von ca. 1,8 Mio. PV-Anlagen bei 45,9 GW und der Photovoltaik-Anteil am Stromverbrauch bei 7,1%. Um eine vollständige Stromversorgung mit erneuerbaren Energien zu erreichen, werden allerdings 400 GW an Photovoltaikleistung benötigt. Das derzeitige Zubauziel von jährlich 2,5 GW wird also nicht ausreichen, um die Energiewende- und Klimaschutzziele zu erreichen.

Entscheidend für einen forcierten Ausbau der Photovoltaik sind verlässliche Rahmenbedingungen und Fördersysteme, die Investitionssicherheit und -anreize schaffen. Der Bundesverband für Solarwirtschaft (BSW) fordert von der Bundesregierung eine deutliche Beschleunigung des Photovoltaik-Ausbaus. Das Zubauziel müsste mindestens verdreifacht werden. Weiterhin schlägt der BSW zur Stärkung des Eigenverbrauchs die Abschaffung der EEG-Umlage auf selbst verbrauchten Strom für PV-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 10 KWp vor.

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Was Sie über den Eigenverbrauch von Sonnenstrom wissen sollten

Eigenverbrauch

Immer öfter denken Hausbesitzer beim Bau ihres Eigenheims darüber nach, eine Photovoltaikanlage zu kaufen und so ihren Strombedarf durch kostenlose Sonnenenergie zu decken. Doch ist eine PV-Anlage auch wirtschaftlich sinnvoll und welche Nutzungsart bietet heute die größten Vorteile?

Photovoltaik für den Eigenverbrauch oder die Netzeinspeisung nutzen?

Bis vor wenigen Jahren schaffte vor allem die Einspeisevergütung den Anreiz für den Kauf einer Photovoltaikanlage. Allerdings beträgt die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen bis 10 kWp aktuell lediglich 10,95 Cent/kWh. Das entspricht etwa den Stromgestehungskosten für selbst erzeugten Sonnenstrom von 11 bis 12 Cent/kWh. Die Einspeisevergütung alleine bietet also heute für neue PV-Anlagen keine Vorteile mehr.

Selbst erzeugter Sonnenstrom ist billiger als der Strom vom Netzbetreiber

Auch wenn die komplette Netzeinspeisung heute kein Selbstläufer mehr ist, entwickeln sich doch die Strompreise der Netzanbieter kontinuierlich nach oben. Sonnenstrom mit der eigenen PV-Anlage lässt sich um mehr als die Hälfte günstiger erzeugen als der Strom von Netzbetreiber mit durchschnittlich 29 Cent/kWh. Es liegt auf der Hand, dass seit etwa drei Jahren der Eigenverbrauch die weitaus besser Nutzungsart für Solarstrom ist, als die Einspeisung in das öffentliche Stromnetz. Diese Entwicklung dürfte sich fortsetzen: die Netzstrompreise steigen weiter an, die Einspeisevergütung läuft sukzessive aus und die Preise für Photovoltaikanlagen werden in den nächsten Jahren weiter sinken.

Der Eigenverbrauch von Sonnenstrom ist für Ein- und Zweifamilienhäuser interessant

Seitens der Bundesregierung werden bei der Förderung von Solaranlagen und des Eigenverbrauchs allerdings widersprüchliche Signale gesendet. Einerseits werden Solaranlagen durch zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse gefördert. Andererseits fallen für größere PV-Anlagen (> 10 kWp) Solarvergütungen für eigen genutzten Solarstrom an. Lohnt sich dann noch der Kauf einer Solaranlage mit Solarspeicher? Diese Frage lässt sich ganz klar mit „Ja“ beantworten, denn der Gesetzgeber hat für Kleinanlagen bis 10 kWp ein Hintertürchen geschaffen. Solche PV-Anlage reichen üblicherweise für ein Ein- oder Mehrfamilienhaus aus und sind von der Solarvergütung für eigengenutzten Solarstrom befreit.

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Warum sich Photovoltaikanlagen lohnen

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Mit der Umwandlung von Sonnenenergie in sauberen Sonnenstrom bieten Photovoltaikanlagen eine umweltfreundliche und bewährte Form der Stromerzeugung. Immer mehr Haushalte profitieren von den Vorteilen einer eigenen Solaranlage.

Rendite und Unabhängigkeit von Strompreisen

Durch den unaufhaltsamen Anstieg der Stromkosten gehört Deutschland inzwischen weltweit zu den Ländern mit den teuersten Strompreisen. Allein durch die höheren Netzentgelte wird der Anteil der Stromkosten am Haushaltsbudget auch weiterhin steigen.

Mit einer eigenen Photovoltaikanlage machen Sie sich von steigenden Strompreisen und Stromverbrauch weitestgehend unabhängig. Durch die niedrigeren Preise für Solarmodule und Solarkomponenten amortisieren sich die Investitionskosten heute bereits nach etwa zehn Jahren. Danach beziehen Sie Ihren Solarstrom quasi umsonst.

Ökologischer Gewinn

Neben dem wirtschaftlichen Aspekt überzeugt auch der ökologische, denn durch die unerschöpfliche Sonnenenergie werden CO2-Emissionen deutlich reduziert. Immerhin können je nach Photovoltaikanlage jährlich zwischen 65-100 kg Kohlendioxid pro m2 installierter Modulfläche vermieden werden.

Durch die Wiederverwendung von 95% der Hauptbestandteile von PV-Anlagen (Silizium, Aluminium, Glas) wird eine sehr positive Ökobilanz erreicht. Auch nicht zu vergessen: im Vergleich zur Atomenergie ist Photovoltaik eine ungefährliche Form der Energiegewinnung.

Zusammengefasst ist eine Investition in eine Photovoltaikanlage sehr attraktiv und lohnenswert. Sie werden nicht nur unabhängiger von Stromkosten und erzielen eine gute Rendite, sondern auch aktiver Teil der Energiewende! In wenigen Minuten können Sie sich mit dem Photovoltaik Rechner von den Vorteilen gleich selbst überzeugen und unverbindliche Angebote von Solarinstallateuren anfordern.

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Der Unterschied zwischen Photovoltaik und Solaranlagen

Photovoltaik vs. Solar

Photovoltaik und Solarthermie werden meist verwechselt und oft als Synonym gebraucht. Wir zeigen Ihnen welche Unterschiede es zwischen einer Solar- und Photovoltaikanlage gibt und geben Tipps, welche Solartechnik für Sie geeignet ist.

Photovoltaik und Solarthermie Unterschiede

Eine Solaranlage ist ein Sammelbegriff und bezeichnet entweder eine Anlage zur Umwandlung von Sonnenenergie in Strom oder in Wärme.

Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht mithilfe von Solarzellen und eines Wechselrichters in direkt nutzbaren elektrischen Strom (Sonnenstrom) um. Somit erzeugen PV-Anlagen ökologischen Strom für die eigene Nutzung im Haushalt oder zur Weiterleitung in das öffentliche Stromnetz.

Thermische Solaranlagen wandeln dagegen durch Solarkollektoren Sonnenenergie in Wärme um. Hier bestehen zwei verschiedene Systeme, die meist kombiniert werden: Anlagen zur Warmwasseraufbereitung zum Duschen etc. und Anlagen zur Heizungsunterstützung. Beide Systeme sind nur für den Eigenverbrauch vorgesehen und nicht zur Einspeisung in Wärmenetze.

Welche Solartechnik ist für Sie geeignet?

Eine Warmwasseranlage kostet zwischen 2.500 und 4.500 Euro und benötigt etwa eine Fläche von etwa 6 m2. Hiermit können etwa 60% der Kosten für die Warmwasseraufbereitung gespart werden. Bei einer Kombianlage hingegen verdoppelt sich der Anschaffungspreis, doch werden zusätzlich noch bis zu 50% der Heizkosten gespart. Zugleich werden Fördergelder von 2.000 Euro für eine Kombianlage und 500 Euro für eine Warmwasseranlage gewährt.

Bei einer Photovoltaikanlage ist es im Prinzip das gleiche, wenn man sie für den Eigenverbrauch nutzt. Die Preise hierfür betragen durchschnittlich 1.500 Euro pro kWp und es wird im Vergleich zu Thermischen Solaranlagen mehr Fläche benötigt.

Fazit:

Thermische Solaranlagen sind auf die Wärmeerzeugung (Warmwasser & Heizung) beschränkt. Photovoltaikanlagen erzeugen dagegen sauberen Strom für Ihren Haushalt. Um die für Sie geeignete Solaranlage in der richtigen Dimensionierung zu finden, empfehlen wir Ihnen unbedingt den Photovoltaik Rechner zu nutzen bzw. sich im Fachhandel zu informieren.

 

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