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Ausbau der Solarthermie in Deutschland

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Eine Solarthermie-Anlage mit Wärmespeicherung und kombinierter Heizungsunterstützung deckt einen signifikanten Anteil des Warmwasserbedarfs: Heizenergie um bis zu 50% und Energie für Warmwasser um 60%. Nach etwa 8 Jahren sind die Amortisation der Solarthermie-Anlage amortisiert. Danach steigt das Sparpotential parallel zum Preisanstieg der fossilen Brennstoffe. Grund genug, über den Kauf einer Solarthermieanlage nachzudenken. Doch wie hat sich der Ausbau von solarthermischen Anlagen bis heute entwickelt?

Verhaltener Solarthermie-Ausbau von 0,35 GW im Jahr 2018 in Deutschland

Beim Ausbau von Solarthermieanlagen verlief der Trend im Gegensatz zur Photovoltaik deutlich stetiger. Ein sprunghaftes Wachstum, wie es bei der Photovoltaik zwischen den Jahren 2009 und 2012 beobachtet werden konnte, lässt sich hier nicht ausmachen. Der bislang größte Ein Zubau von mehr als 1 GW an thermischer Solarenergie gelang im Jahr 2008 mit 1,4 GW. In den darauffolgenden Jahren lag der Zubau dann zwischen 0,4 bis 0,9 GW. 2018 ging der Solarthermie-Zubau sogar um 11,8% auf 0,35 GW zurück. Offensichtlich haben Förderanreize für Solarthermie-Anlagen mit neuem Heizkessel von bis zu 3.600 Euro ihre Wirkung verfehlt.

Gründe hierfür liegen in unterschiedlichen Faktoren: zum einen hängt der Solarthermie-Ausbau stark von den Öl- und Gaspreisen ab. Die niedrigen Preise für fossile Brennstoffe haben Wärme aus Sonnenenergie leider zu sehr ins Abseits gedrängt. Zusätzlich bewirkte das Marktwachstum für Wärmepumpen Nachfragerückgang nach Solarthermieanlagen.

Ende 2018 betrug die Gesamtleistung der 2,4 Millionen Solarthermie-Anlagen 14,75 GW. Damit lag der Solarthermie-Anteil am Wärmebedarf deutscher Haushalte nur bei rund 1,1%. Um diesen Anteil deutlicher zu steigern, müssten sich die Preise der fossilen Brennstoffe (Stichwort Klimafolgekosten) erhöhen. Sicherlich würde sich auch eine Steuervergünstigung für den Umstieg auf Solarwärme positiv auswirken.

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