Charakteristisch für die Photovoltaik ist, dass Erzeugung und Verbrauch des Sonnenstroms zeitgleich erfolgen müssen. Im Jahresdurchschnitt liefert eine Photovoltaikanlage in der Regel weniger Strom, als ein Haushalt verbraucht - tagsüber entstehen jedoch Überschüsse, die sich nicht vollständig nutzen lassen. Ohne Solarstromspeicher fließt der überschüssige Sonnenstrom ins öffentliche Netz (Energie-Rückspeisung ins Netz). Andererseits wird bei bedecktem Wetter oder bei Dunkelheit oft mehr Strom verbraucht als die Photovoltaikanlage produzieren kann. In diesem Fall fließt der fehlende Strom vom öffentlichen Stromnetz in den Haushalt (Energiebezug ab Netz).

Zur effektiveren Eigennutzung des überschüssigen Sonnenstroms und zum Ausgleich von Schwankungen bei der Solarstromgewinnung, sind Solarstromspeicher sehr zu empfehlen. Dabei speichert der Stromspeicher tagsüber den Überschuss an Sonnenstrom, um ihn dann in den Abend- und Nachtstunden zu nutzen. Ein Laderegler vermeidet Tiefenentladungen oder Überladungen der Batterie und verlängert damit die Lebensdauer des Stromspeichers.

Mit einer Photovoltaikanlage ohne Stromspeicher erzielen Haushalte selten eine Eigenstromnutzung von mehr als 30%. Mit der Kombination aus Photovoltaikanlage und Solarstromspeicher kann der Anteil des selbst erzeugten Sonnenstroms mehr als verdoppelt werden. Im Ergebnis können sogar bis zu 70% des Strombedarfs kostenlos direkt aus der Photovoltaikanlage oder dem Speicher bezogen werden.

Dieser Wirkungsgrad bezieht sich auf AC-gekoppelte Systeme mit separaten Wechselrichter, die den Wechselstrom der Photovoltaikanlage zum Beladen des Stromspeichers in Gleichstrom umwandelt. Die DC-gekoppelten Systeme sind dagegen noch vor der Wechselrichterbrücke im Gleichstrom-Zwischenkreis verbunden und werden damit direkt mit dem erzeugten Gleichstrom der Photovoltaikanlage aufgeladen. Hierdurch kann sich der Wirkungsgrad auf bis zu 90% erhöhen.

Mit einem Sonnenstromspeicher sind Sie auf einem guten Weg zur Eigenstromversorgung. Sie benötigen kaum noch Strom von ihrem Energieversorger, sondern erhalten selbst produzierten und sauberen Sonnenstrom. Sonnenstromspeicher sind damit zu einer wichtigen Größe für den Erfolg der Energiewende geworden.

Stromspeicher für Photovoltaikanlagen sind heute noch recht teuer und kaum unter 5.000 Euro erhältlich. Dennoch lohnt sich ein Solarspeicher gerade für jüngere Photovoltaikanlagen mit geringen Einspeisevergütungen. Grundsätzlich ist der Kauf eines Stromspeichers umso rentabler, desto größer der Abstand zwischen den Einspeisevergütungen den bezogenen Strompreisen wird. Deshalb ist für Photovoltaikanlagen, die nach 2011 in Betrieb genommen wurden, eine Nachrüstung mit einem Stromspeicher sinnvoll - denn seitdem übersteigt der Strompreis die Einspeisevergütung, wodurch eine Eispeisung in das öffentliche Stromnetz nicht wirtschaftlich ist. Da Solarstromspeicher die Stromnetze entlasten und zum Klimaschutz beitragen, wird die Investition eines Stromspeichers zusätzlich über einen zinsgünstigen KfW-Kredit (Programm 275) mit einem staatlichen Tilgungszuschuss gefördert.

Sie möchten wissen, ob sich eine Photovoltaikanlage mit Speicher für Sie rechnet? Wie viel Strom können Sie speichern und wie hoch sind die Stromkosten, die Sie sparen würden. Durch Anklicken des Feldes „Stromspeicher“ im Solaranlagen Preisvergleich erhalten Sie bis zu fünf, auf Ihre Angaben abgestimmte und unverbindliche Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe. Mit diesen können Sie können Sie den möglichen Eigenverbrauch Ihres Sonnenstroms berechnen und einfach herausfinden, ob sich eine Photovoltaikanlage mit einem Solarspeicher lohnt.