Die sinkenden Vergütungen des eingespeisten Sonnenstroms einerseits und die Ersparnis der absehbar steigenden Netzstrompreise andererseits, machen den Eigenverbrauch zunehmend attraktiver. Bei Strompreisen von über 29 Cent/kWh (Dezember 2016) und Erzeugungskosten für Sonnenstrom zwischen 9 und 13 Cent/kWh sparen private Haushalte bis zu 65% im Vergleich zum Strom aus dem Netz. Wer also selbst Teil des Stromnetzes ist, braucht sich um die Höhe seiner Stromrechnung nicht mehr zu sorgen. Die Photovoltaikanlage ist auch dahingehend eine zuverlässige und geldsparende Energiequelle.

Eigenverbrauchsanlagen bei denen der selbst erzeugte Sonnenstrom im Hausnetz bleibt und selbst verbraucht wird, werden damit immer rentabler. Durch die stufenweise sinkende Einspeisevergütung für eigenerzeugten Ökostrom seit Mai 2012 wird die Einspeisung von Solarstrom für neue Photovoltaikanlagen entsprechend unattraktiver. Die Rentabilität einer Photovoltaikanlage wird vielmehr vorwiegend von der Eigenverbrauchsrate und dem Strompreis bestimmt - je höher der Eigenverbrauch und der Strompreis des Versorgers, desto höher die Ersparnis.

Eine Möglichkeit zur Erhöhung des Eigenverbrauchs ist, neben der Integration eines Solarspeichers, den eigenen Stromverbrauch an die Stromproduktion der Solaranlage anzupassen, d.h. Ihre elektrischen Geräte vorzugsweise ab 11 Uhr bis 17 Uhr (je nach Wetterlage und Jahreszeit) zu nutzen. Der Stromüberschuss kann dann für die Abend-, Nacht- und Morgenstunden gespeichert werden.

Mit Hilfe eines Solarspeichers lässt sich zwar der Eigenverbrauch enorm steigern, eine vollständige Selbstversorgung ist allerdings noch nicht möglich. Da die Sonnenstromerzeugung nicht ganzjährig stabil ist (kürzere Wintertage, Schlechtwetterschwankungen), müsste dies durch größere Wirkungsgrade und Speicherkapazitäten ausgeglichen werden. Einige innovative Konzepte wie die Memondo Eigenstrom Community oder LEW Eigenstrom Plus zielen auf eine fast autarke Stromversorgung ab, indem sie den Sonnenstrom der Photovoltaikanlage auch für die Wärmepumpe, d.h. Heizung und Warmwasser nutzen. Voraussetzung ist, dass das noch verbleibende Stromdefizit vom Anbieter bezogen wird.

Angesichts der sinkenden Einspeisevergütungen gewinnt die Eigennutzung des selbsterzeugten Sonnenstroms immer größere Bedeutung. Wenn Sie wissen wollen welchen Beitrag eine Photovoltaikanlage zur Stromversorgung Ihres Hauses leisten kann, können Sie den Eigenverbrauchsanteil (gesparte Stromkosten durch Eigenverbrauch) je nach Größe, Lage, Dachausrichtung und Speichersystem mit Hilfe des Solar-Rechners abschätzen.