Sonnenstrom trägt immer stärker zur erneuerbaren Energieversorgung bei und gilt unumstritten als Technologie des 21. Jahrhunderts. Im Jahr 2016 erreichte der weltweite Zubau an Photovoltaik-Kapazitäten 70 GWpH, was einen Anstieg gegenüber von 40% gegenüber 2015 bedeutet. Es ist zu erwarten, dass im Solarbereich eine ähnliche Dynamik wie beim Ausbau der Internetnutzung oder des Mobilfunks eintreten wird.

Die Entwicklung des Solarmarktes ist durch eine dynamische Innovationskraft bei gleichzeitig veränderten Rahmenbedingungen gekennzeichnet.

So haben Forscher der University of Missouri jüngst eine neue Solar-Leitungstechnik mit Nanodrähten entwickelt, die zu einem Wirkungsgrad von über 90% führt. Aktuell verwendete Solarmodule haben einen Wirkungsgrad von etwa 20%.

Eine neue Generation von Hybrid Solarmodulen (Virtu Tubes) sollen in Zukunft in einem Arbeitsgang Sonnenenergie sowohl in Sonnenstrom als auch in Wärme umwandeln. Neben der Platzeinsparung bedeutet das eine Effizienzsteigerung von über 45%.

Eine weitere Innovation um Solarenergie zukünftig effektiver zu nutzen sind Sphelar Solarzellen, die im Gegensatz zu herkömmlichen Solarzellen die Sonneneinstrahlung aus allen Einfallswinkeln nutzen können. Aktuelle Solaranlagen, die mit einem Motor dem Sonnenlicht nachgeführt werden, können auf Dächern nur schwer eingesetzt werden.

Hinzu kommen weitere Innovationen bei einigen Komponenten wie Solarstromspeicher, Wechselrichter und Steuerungslösungen, mit der sich der Eigenverbrauch auf mehr als 85% erhöhen lässt.

Mit neuen Herstellungsverfahren für Solarzellen können in Zukunft die Produktionskosten um bis zu 50% reduziert werden. Bei diesem Verfahren werden deutlich dünnere Wafer mit weniger Silizium hergestellt.

Während die Preise für Strom und fossile Brennstoffe kontinuierlich steigen, werden sich die Preise für Solaranlagen bei verbesserter Technologie weiterhin deutlich reduzieren, so dass diese auch in Zukunft mit geringeren Einspeisevergütungen und Förderungen rentabel sind. Die Kosten der Stromerzeugung mit einer eigenen Photovoltaikanlage sind langfristig nur halb so hoch wie der Strom vom Energieversorger. Somit bietet eine Photovoltaikanlage als Eigenverbrauchssystem enorme Vorteile bei der Energieversorgung. Um diesen dynamischen Wandel der Stromerzeugung mitgestalten zu können, wird jedoch eine ausführliche Planung und Beratung immer wichtiger.