Grundsätzlich sind moderne Solaranlagen für eine Betriebsdauer von mindestens 20 Jahren ausgelegt. Daher sind bei der Entscheidung für eine Solaranlage neben den Anschaffungskosten auch die Wartungs- und Betriebskosten zu berücksichtigen. Die turnusmäßige technische Wartung einer Solaranlage erhöht nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern auch die Lebensdauer der Anlage und ist im Vergleich zu den Ertragsausfällen bei Schäden sehr gering. Die technische Wartung sollte die regelmäßige Prüfung der Solarmodule, der elektrischen Verbindungen und des Wechselrichters einschließen. Eine Solaranlage unterliegt als elektrische Anlage alle 4 Jahre der Prüfpflicht nach BGV A3 Norm, sollte aber idealerweise jährlich von einem Fachbetrieb durchgeführt werden, um Stromverluste zu vermeiden. Wartungsverträge für eine Solaranlage eines Einfamilienhauses kosten je nach Dienstleister zwischen 150 und 250 Euro im Jahr.

Um die Funktion und Leistung einer Solaranlage zu gewährleisten, ist ebenso eine regelmäßige Reinigung unabdingbar. Eine Reinigung der Solarmodule sollte, abhängig von den Standortfaktoren, in einem Turnus von 6 Monaten bis 2 Jahren durchgeführt werden. Insbesondere in landwirtschaftlich oder industriell stark genutzten Regionen können sich Schmutzschichten auf den Modulen bilden, die nicht immer vollständig vom Regen gelöst werden. Hierdurch können Leistungsminderungen von bis zu 20% entstehen. Die Reinigung kann mit klarem Wasser und einer weichen Glasbürste prinzipiell selbst durchgeführt werden, ist aber wegen der Unfallgefahr auf Dachflächen nicht immer zu empfehlen. Die Reinigungskosten bei Fachbetrieben liegen bei rund 2 bis 2,50 Euro/m².

Bei den weiteren Betriebskosten ist die Betreiber-Haftpflichtversicherung und ggf. die Allgefahren-Versicherung ein wesentlicher Faktor. Einige Versicherungsgesellschaften bieten hier die Erweiterung einer bestehenden Haftpflichtversicherung an. Abhängig von Anbieter und Größe der Solaranlage liegen die Gesamtkosten für ein Einfamilienhaus bei 100-160 Euro im Jahr. Für die Bereitstellung des Zählers zur Messung der Einspeisevergütung fällt für den Netzbetreiber eine Zählermiete von 30-50 Euro im Jahr an.

Insgesamt können pro Jahr 250-350 Euro für laufende Kosten und als Rücklagen für mögliche defekte Teile anfallen.