Wer von steigenden Energiepreisen unabhängig sein möchte, kann mit wenigen Schritten auf dem eigenen Dach Sonnenstrom erzeugen, denn für jeden Heimbesitzer ist die eigene Stromproduktion eine zukunftsorientierte Alternative. Bevor Sie sich jedoch für den Kauf und Installation einer Solaranlage entscheiden, sollten Sie im Vorfeld prüfen, ob sich auch Ihr Dach für eine solche Stromanlage eignet. Denn nicht alle Dächer haben die optimalen Voraussetzungen für eine Anlage zur Stromgewinnung.

Höchste Priorität hat der Einfallswinkel zur Sonne. Um eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Eigenheims zu installieren, muss das Dach südlich oder ostwestlich ausgerichtet sein. Der Standort sollte auch möglichst verschattungsfrei sein, d.h. ohne Schattenwurf durch Nachbargebäude, Bäume, Antennenanlagen oder Kamine. Schatten verringert den Ertrag der Solaranlage deutlich. Für ein optimales Ergebnis in der Stromerzeugung spielt auch die Dachneigung eine wichtige Rolle, wobei ein 20-40° geneigtes Süd-Dach für beste Effizienz sorgt. Es sind aber selbstverständlich auch andere Neigungen möglich. Des Weiteren sollte für eine Photovoltaikanlage genügend Fläche zur Verfügung stehen, denn für ca. 1 kWp sind 7-8 m² Solarzellenfläche notwendig. Eine Baugenehmigung zur Installation einer Photovoltaikanlage ist, außer bei Sonderfällen wie z.B. denkmalgeschützten Gebäuden, nicht erforderlich.

Der Energieertrag der Anlage kann zusätzlich durch eine gute Hinterlüftung der Solarmodule optimiert werden, so dass die Solarmodule durch die Außenluft ständig gekühlt werden. Das ist sehr wichtig, weil das Modullaminat dadurch regelmäßig getrocknet und somit das Eindringen von Feuchtigkeit vermindert wird. Heute werden die meisten Solargeneratoren auf speziellen Gestellen, sogenannten Aufdachanlagen, montiert, wodurch die Solaranlage unabhängig von der jeweiligen Art der Dacheindeckung ist. Die Solaranlage kann somit verhältnismäßig einfach auf nahezu allen Dächern montiert werden, wodurch sich auch die Montage standardisieren lässt.

Eine Solarthermie-Anlage benötigt zur ausreichenden Wärmegewinnung der Raumheizung eine Dachfläche (Kollektorfläche) von bis zu 40 m2, wogegen für die reine Trinkwassererwärmung 5-7 m2 ausreichend sind - immer abhängig vom spezifischen Wärmebedarf und der Größe des Haushaltes. Bei einer anstehenden Dachsanierung oder einem Neubau ist eine Indachmontage überlegenswert, bei der das Solarsystem Dachelemente ersetzt und Witterungseinflüssen weniger Angriffsfläche bietet.

 

Auswahl des Installateurs

Bei der Entscheidung, welche Solaranlage für Sie am geeignetsten ist und wer die Montage durchführen soll, sollten Sie Angebote von mindestens drei unterschiedlichen Fachbetrieben einholen und einen Preisvergleich durchführen. Oftmals verschafft sich der Installateur einen Eindruck von den örtlichen Gegebenheiten, um ein fundiertes Angebot abgeben zu können. Nutzen Sie die Gelegenheit, um mit dem Fachmann zu sprechen und alle Aspekte abzuklären. Eine sehr einfache Möglichkeit für einen Preis-Leistungsvergleich von Solaranlagen bietet der Photovoltaik Rechner. Hier haben Sie die Möglichkeit, alle relevanten Daten einzugeben und unverbindlich an Fachbetriebe in Ihrer Region weiterzuleiten. Diese setzen sich anschließend mit Ihnen in Verbindung und unterbreiten Ihnen ein Angebot zur Installation einer Solaranlage. Mit etwas Fachkenntnissen und einer geschulten Handwerkerhand können Sie Ihre Photovoltaikanlage auch selber - mit Hilfe eines Elektrikers oder Photovoltaikmeisters - auf Ihrem Dach installieren.

Preisunterschiede resultieren meist aus abweichenden Materialien der Komponenten, welche sich ggf. auch auf die Qualitätsstandards auswirken. Bei der Vielfalt der Solaranbieter und Fachbetriebe ist ein kritischer Preis-Leistungs-Vergleich zur Reduzierung der Anschaffungskosten fast schon obligatorisch.