Photovoltaikanlagen

Der Kauf von Photovoltaikanlagen ist nicht zuletzt wegen der staatlichen Förderung sehr beliebt. In Ländern mit weniger attraktiven Förderprogrammen ist demnach auch der Anteil an Solarenergie vergleichsweise gering. Um die Neuinstallation von PV-Anlagen zu unterstützen bieten Bund, Länder und Gemeinden zahlreiche Förderprogramme an. Diese sind zum Teil regional sehr unterschiedlich und auch die Fördervoraussetzungen ändern sich regelmäßig.

Ein wesentlicher Baustein der Solarförderung ist die staatliche Preisgarantie für die Einspeisung von Sonnenstrom ins öffentliche Stromnetz. Gemäß EEG beträgt die garantierte Einspeisevergütung für eine Photovoltaikanlage bis 10 kWp aktuell 12,20 Cent/kWh. Zur Beanspruchung dieser Abnahmegarantie muss eine netzgekoppelte Anlage sowohl bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) als auch beim jeweiligen Netzbetreiber angemeldet werden. Die Einspeisezusage des Netzbetreibers erfolgt dann auf Grundlage der Netzverträglichkeitsprüfung, die der Energieversorger auf Antrag durchführt. Wichtig ist, dass Sie den Antrag auf Einspeisung vor der Installation der PV-Anlage stellen und die höchstmögliche Nennleistung beantragen.

Zur Finanzierung einer PV-Anlage oder Solarstromspeichers werden gerne zinsgünstige Förderkredite der KfW-Bank in Anspruch genommen. Der Effektivzins des KfW-Programms 270 liegt bei einer Laufzeit von zehn Jahren aktuell bei 1,71%. Solarstromspeicher werden aufgrund der größeren Netzentlastung durch das KfW-Programm 275 mit einem attraktiven Tilgungszuschuss gefördert. Die Förderhöhe hängt von den Anschaffungskosten des Speichersystems, der Größe der Solaranlage und dem Antragsdatum ab. Der Fördersatz von z.Zt. 16% der maximal 2.000 Euro pro kWp Anlagenleistung errechnet sich als anteilige Förderquote und ist degressiv angelegt. Das Förderprogramm läuft jedoch am 31.12.2018 aus.

Weiterhin sollten Sie sich über relevante regionale Förderprogramme informieren. Auch hier werden Zuschüsse sowie zinsgünstige Kredite angeboten. Einige Stadtwerke zahlen einen Aufschlag auf die Einspeisevergütung oder einen einmaligen Zuschuss. Darüber hinaus stellen auch einige Ökostromversorger Zuschüsse und Förderprogramme bereit.

Thermische Solaranlagen

Der Staat unterstützt die Anschaffung thermischer Solaranlagen im Rahmen des Marktanreizprogramms MAP für erneuerbare Energien im Wärmemarkt durch Zuschüsse des Bundesministeriums für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Diese wurden seit April 2015 nochmals deutlich angehoben. Zusätzlich zur Basisförderung gewährt das BAFA noch Boni, wenn die Solarthermie-Anlage bestimmte Kriterien erfüllt.

Die BAFA Basisförderung für Solarthermie-Anlagen zur reinen Warmwasseraufbereitung beträgt bei einer Kollektorfläche von 3-10 m² pauschal 500 Euro. Bei einer Kollektorfläche von 11-40 m2 beträgt die Förderung 50 Euro/m2. Dabei muss ein Pufferspeicher mit mindestens 200 Litern installiert werden.

Für thermische Solaranlagen zur kombinierten Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung beträgt die Basisförderung bei einer Kollektorfläche von bis zu 15 m² 2.000 Euro, bei einer Kollektorfläche von 15-40 m² 140 Euro/m². Bei Röhrenkollektoren muss die Kollektorfläche größer als 7 m2 sein und das Puffervolumen mindestens 50 l/m2 betragen. Bei Flachkollektoren muss die Kollektorfläche mindestens 9 m2 und das Puffervolumen 40 l/m2 betragen.

Darüber hinaus werden Innovations-, Kombinations-, Gebäudeeffizienz- und Optimierungsboni gewährt. Beispielsweise ist bei gleichzeitiger Installation einer Wärmepumpenanlage ein Kombinationszuschuss von 500 Euro möglich. Ein weiterer Wärmenetzbonus von 500 Euro wird gewährt, wenn die erzeugte Wärme einem Wärmenetz zur Verfügung gestellt wird. Der Effizienzbonus in Höhe von 50% der Basisförderung wird erteilt, wenn das Wohngebäude, das die Solarthermie-Anlage versorgt, dem KfW-Effizienzhaus Standard 55 entspricht. Die genauen Konditionen und Fördervoraussetzungen für Thermische Solaranlagen finden Sie beim BAFA. Zusätzlich fördern auch einige Bundesländer und Kommunen die Investition in eine Solarthermieanlage.

Analog zur Investition in eine Photovoltaikanlage gilt auch bei der Anschaffung einer Thermischen Solaranlage: Sie investieren in eine ökologisch wertvolle und effiziente Form der Energiegewinnung. Es ist eine Investition in die Zukunft. Förderprogramme verkürzen dabei die Amortisationszeiten und gewährleisten auch unter Berücksichtigung der Investitionskosten eine preiswerte Wärmegewinnung.

Finanzierung durch Förderkredite

Die Förderkredite der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sind ein wichtiges Instrument zur Förderung und Finanzierung von Solaranlagen. Die KfW fördert die Anschaffung von Solaranlagen durch die Kreditprogramme 270, 275 und 167. Durch diese Förderkredite können Investitionen in Photovoltaik- und Solarthermieanlagen fast komplett finanziert werden. Sie sind bei den meisten Banken und Sparkassen erhältlich und können dort beantragt werden.

Photovoltaik Förderung

Was ist zu beachten?

Zur Beantragung einer Finanzierung sollten Sie sich zuerst ein Angebot Ihres Monteurs einholen und dieses dem Kreditantrag an die KfW oder ihre Hausbank zufügen. Wichtig ist, dass die Kreditbewilligung vor der Beauftragung zur Installation der Solaranlage bzw. des Solarspeichers vorhanden sein muss. Die KfW finanziert Solaranlagen zwar zu 100% - allerdings bezogen auf die Nettoinvestitionen, d.h. ohne die Mehrwertsteuer.

Die KfW Programme im Überblick

KfW-Darlehen für Photovoltaikanlagen

Kreditprogramm 270, 271: Erneuerbare Energien - Standard und Premium

Das Programm 270 (Standard) ist für diejenigen interessant, die sich für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage mit oder ohne Stromspeicher entscheiden. Finanziert werden bis zu 100% der Netto-Investition einer Photovoltaikanlage und eines Stromspeichers einschließlich der zugehörigen Kosten der Planung, Projektierung und Installation. Dabei ist es egal, ob die Anlage auf einem Wohnhaus, einer Fassade oder einem Firmengebäude errichtet wird. Die Anlage muss lediglich den Anforderungen des Gesetzes für den Ausbau erneuerbarer Energien vom 21. Juli 2014 entsprechen. Die Konditionen hängen davon ab, wie die Bank die Kreditwürdigkeit des Kunden und den Wert der Anlage einschätzt. Je nach Einstufung in eine von 9 Risikogruppen liegt der Effektivzins für einen Festzinskredit von 10 Jahren Laufzeit und 2 tilgungsfreien Anlaufjahren z.Zt. ab 1,60%. Das Programm 271 hat den gleichen Umfang wie das Programm 270, ist aber für größere Anlagen gedacht, die den erzeugten Sonnenstrom in das öffentliche Netz einspeisen.

KfW-Darlehen für Solarstromspeicher

Kreditprogramm 275: Erneuerbare Energien - Speicher

Das Kreditprogramm 275 fördert die Anschaffung oder Nachrüstung von Solarspeichern in Verbindung mit Photovoltaikanlagen durch einen günstigen Zinssatz und einen attraktiven Tilgungszuschuss. Die Förderkriterien setzen voraus, dass die PV-Anlage eine Maximalleistung von 30 kWp hat und ein Teil des erzeugten Sonnenstroms ins öffentliche Netz eingespeist wird.

Die Höhe der Förderung hängt von den Anschaffungskosten des Solarspeichers und der Größe der Solaranlage ab. Bis zum Auslaufen des Programms Ende 2018 beträgt die Förderung in Form eines Tilgungszuschusses 10%. Der Zinssatz beträgt für einen 10-jährigen Kredit und 2 tilgungsfreien Jahren 1,55% p.a.

KfW-Darlehen für Thermische Solaranlagen

Kreditprogramm 167: Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit

Das Programm 167 fördert die Umstellung bzw. Unterstützung von mindestens zwei Jahre alten Heizungsanlagen auf erneuerbare Energien. Hierzu gehören kombinierte Heizungsanlagen auf Basis thermischer Solaranlagen mit bis zu 40 m2 Bruttokollektorfläche (auch Anlagen zur ausschließlichen Trinkwarmwasserbereitung). Das Programm 167 kann ausdrücklich mit Zuschüssen des BAFA kombiniert werden. Der Effektivzins beträgt z.Zt. 1,36% bei einer Laufzeit von 10 Jahren und 2 tilgungsfreien Jahren.

Solarkredite und Konsumentenkredite

Alternativ zu den Förderkrediten der KfW können Sie auch Solarkredite, Immobiliendarlehen und andere Kredite in Anspruch nehmen. Sollten Sie über einen zuteilungsreifen Bausparvertrag verfügen, empfehlen wir diesen zur Finanzierung ihrer Solaranlage.

Solarkredite sind speziell für die Anschaffung von Solaranlagen und Solarspeichern gedacht und ähneln einem Baukredit. Charakteristisch hierbei ist, dass der Ertrag der Solaranlage der Bank eine Sicherheit bietet und dadurch bessere Konditionen möglich sind. Wenn Sie sich für einen Solarkredit oder Konsumentenkredit (bis 30.000 Euro) entscheiden, sind die Konditionen flexibler gestaltbar als bei KfW Programmen. Die Kreditkonditionen sollten jedoch genau geprüft und verglichen werden. Entscheidend für die Vorteilhaftigkeit von Kreditkonditionen sind u.a. die Laufzeit, Zinsbindung und die Rückzahlungsmodalitäten.

Grundsätzlich gilt: Sonnenstrom und rentabler Klimaschutz sollte für jeden erschwinglich sein!

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