Photovoltaikanlagen

Nicht zuletzt sind Solaranlagen durch die staatliche Förderung in Deutschland sehr beliebt. In anderen Ländern mit weniger attraktiven Förderprogrammen ist der Anteil an Solarenergie dagegen vergleichsweise gering. Allerdings ändern sich im Bereich der Solarenergie auch regelmäßig viele Fördervoraussetzungen.

Grundsätzlich bildet neben günstigen Förderkrediten der KfW bei der Anschaffung einer Photovoltaikanlage die staatliche Preisgarantie bei der Einspeisung von Sonnenstrom (laufende Einspeisevergütung) den wesentlichen Bestandteil der Solarförderung. Jeder, der selbst Strom produziert, darf seinen selbst produzierten Strom an den regionalen Netzbetreiber verkaufen. Dieser ist durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) verpflichtet, den erzeugten Sonnenstrom zu einem Festpreis abzunehmen. Derzeit beträgt der feste Abnahmepreis bei einer für ein Einfamilienhaus üblichen Photovoltaikanlage bis 10 kWp 12,21 Cent/kWh.

Trotz der Abnahmegarantie muss eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage gemäß EEG sowohl bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) als auch beim jeweiligen Netzbetreiber angemeldet werden. Die Einspeisezusage des Netzbetreibers erfolgt auf Grundlage der Netzverträglichkeitsprüfung, die auf Antrag vom Energieversorger durchgeführt wird. Wichtig ist, dass der Antrag auf Einspeisung vor der Installation der Photovoltaikanlage gestellt wird und die höchstmögliche Nennleistung beantragt wird.

Solarstromspeicher werden aufgrund der Erhöhung des Eigenverbrauchs und der Netzdienlichkeit durch einen zinsgünstigen Kredit der KfW und einen attraktiven Tilgungszuschuss gefördert. Die Förderhöhe hängt von den Anschaffungskosten des Speichersystems, der Größe der Solaranlage und dem Antragsdatum ab. Der Fördersatz von z.Zt. 16% der maximal 2.000 Euro pro kWp Anlagenleistung errechnet sich als anteilige Förderquote und ist degressiv angelegt. Das Förderprogramm läuft jedoch am 31.12.2018 aus.

Thermische Solaranlagen

Der Staat unterstützt die Anschaffung thermischer Solaranlagen im Rahmen des Marktanreizprogramms MAP für erneuerbare Energien im Wärmemarkt durch Zuschüsse des Bundesministeriums für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Diese wurden seit April 2015 nochmals deutlich angehoben. Zusätzlich zur Basisförderung gewährt das BAFA noch Boni, wenn die Solarthermie-Anlage bestimmte Kriterien erfüllt.

Die BAFA Basisförderung für Solarthermie-Anlagen zur reinen Warmwasseraufbereitung beträgt bei einer Kollektorfläche von 3-10 m² pauschal 500 Euro, bei einer Kollektorfläche von 11-40 m² 50 Euro/ m². Dabei muss ein Mindestpuffervolumen von 200 Litern installiert werden.

Für Solarthermie-Anlagen zur kombinierten Warmwasseraufbereitung und Heizungsunterstützung beträgt die Basisförderung bei einer Kollektorfläche von bis zu 15 m² 2.000 Euro, bei einer Kollektorfläche von 15-40 m² 140 Euro/m². Dabei muss die Kollektorfläche für die Heizungsunterstützung bei Röhrenkollektoren größer als 7 m², mit einem Puffervolumen von 50 l/ m² und bei Flachkollektoren mindestens 9 m² mit einem Puffervolumen von 40 l/ m² betragen.

Darüber hinaus werden Innovations-, Kombinations-, Gebäudeeffizienz- und Optimierungsboni gewährt. Beispielsweise ist bei gleichzeitiger Installation einer Wärmepumpenanlage ein Kombinationszuschuss von 500 Euro möglich. Ein weiterer Wärmenetzbonus von 500 Euro wird gewährt, wenn die erzeugte Wärme einem Wärmenetz zur Verfügung gestellt wird. Der Effizienzbonus in Höhe von 50% der Basisförderung wird erteilt, wenn das Wohngebäude, das die Solarthermie-Anlage versorgt, dem KfW-Effizienzhaus Standard 55 entspricht. Die genauen Konditionen und Fördervoraussetzungen für Thermische Solaranlagen finden Sie beim BAFA.

Allumfassend gilt auch bei der Anschaffung einer Thermischen Solaranlage: Sie investieren in eine ökologisch wertvolle und effiziente Form der Energiegewinnung. Es ist eine Investition in die Zukunft.